AFRIKA/NIGERIA - „Die Politiker sollten endlich nach Lösungen suchen und die Ursachen der ...
Jos (Fidesdienst) – „Die Politiker sollten endlich den Stier bei den Hörnern ergreifen und das Problem der sich wiederholenden Gewalt an der Wurzel angehen. Ich werde nie müder werden zu wiederholen: die wahren Gründe der Gewalt sind nicht religiöser Art sondern ethnischen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Ursprungs“, so Erzbischof Ignatius A. Kaigama von Jos, der Hauptstadt des nigerianischen Staates Plateau, zum Fidesdienst.
„Als Religionsführer werden wir weiterhin unseren Beitrag leisten und die Gewaltlosigkeit und den gegenseitigen Respekt predigen. Doch wir müssen auch die Beamten und Politiker dazu bewegen, dies zu tun“, so Erzbischof Kaigama.
Nach Ansicht von Erzbischof Kaigama gehört zu den Ursachen der Unruhen auch die Unterscheidung zwischen Einheimischen und Nichteinheimischen, die die Bevölkerung des Bundesstaates spalten. Die Unterscheidung geht auf die britische Kolonialzeit zurück und gewährt den Einheimischen eine Reihe von Rechten, während Nichteinheimische diskriminiert werden und zum Beispiel vom Zugang zu Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst und Universitäten ausgeschlossen sind oder höhere Studiengebühren zahlen müssen.
In einer Mitteilung an den Fidesdienst rekonstruiert der Erzbischof die Ereignisse: „Weniger als zwei Monate nach den tragischen Ereignissen vom 17. Januar 2010, bei denen über hunderte Menschen starben (vgl. Fidesdienst vom 20. Januar 2010) wurden nun am 7. März bei Überfällen auf die Dörfer Dogon Nahawa, Ratsat und Zot Foron, rund 15 Kilometer von Jos entfernt, wieder einhundert Menschen getötet. Die mehrheitlich christlichen Einwohner des Dorfes Berom bekräftigen, dass es sich bei den Angreifern um muslimische Hirten des Fulani-Volkes handelt, die die Menschen im Schlaf überfallen haben. Der Überfall begann um 2.30 Uhr nachts und dauerte rund zwei Stunden und die Opfer waren in keiner Weise auf einen Überfall gefasst. Der Einsatz von Schusswaffen und anderen tödlichen Waffen ließ den Opfern nicht viel Hoffung, vor allem auch Kindern und Frauen, die auf der Flucht vor dem Massaker zum Teil auch bei lebendigem Leib ermordet wurden.
Genaue Daten zur Zahl der Opfer sind unter solchen Umständen nur schwer zu prüfen. Medien berichten von Opferzahlen, die von 150 bis 700 variieren. Philip Jamang, der Pfarrer der Pfarrei St. Thomas Shen, der für die betroffenen Dörfer zuständig ist, berichtet, dass er persönlich an einer Massenbeisetzung von 64 Menschen in Dogon Na Hqwa teilgenommen hat. 30 sollen es in Ratsat gewesen sein und 24 in Zot Foron.
Wie bereits nach den Vorfällen im Jahr 2008 veranstaltet die Erzdiözese Jos Gedenkgottesdienste für die Opfer. Am 19. März findet ein solcher Gottesdienst in der St. Jarlath’s Parish Chruch in Bukuru statt, wo es besonders viele Opfer gab. Wir haben zudem eine Spendenkollekte für die Überlebenden auf den Weg gebracht. Dabei wurden wir von vielen Diözesen in Nigeria, internationalen kirchlichen Hilfswerken und Einzelpersonen unterstützt. Unsere Caritasstellen verteilen Lebensmittel, Medikamente und Kleidung an die vielen Vertriebenen (darunter Muslime, Christen und andere).“ (LM) (Fidesdienst, 13/03/2010)
ASIEN/PAKISTAN - Nichtregierungsorganisationen sind Zielscheibe extremistischer Gruppen
Lahore (Fidesdienst) – „Nichtregierungsorganisationen sind die beliebteste Zielscheibe islamischer Extremisten. Vor allem weil sie in der pakistanischen Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen: beim Schutz der Menschenrechte, der Freiheit und der Demokratie“, so der geschäftsführende Sekretär der bischöflichen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden, Peter Jacob, in einem Kommentar zum Attentat auf die christlich geprägte Nichtregierungsorganisation „World Vision“, bei dem 6 Menschen ums Leben kamen. Die amerikanische Nichtregierungsorganisation stellte vorübergehend ihre Projekte in Pakistan ein, wo sie sich vor allem im Bildungswesen und bei der Entwicklungsarbeit für Kinder und Familien in Not engagiert.
„Die Gefahr für Nichtregierungsorganisationen, Vereine und Organismen, die sich in der Zivilgesellschaft engagieren, nimmt zu“, so Pater Jacob besorgt, der zusammen mit der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden sich seit Jahren um die Aufklärung über den Schutz der Menschenrechte und die Förderung der religiösen Minderheiten bemüht.
„Auch wir von der Kommission für Gerechtigkeit und Frieden“, so Peter Jacob weiter, „wurden bedroht und wir wissen, dass viele andere Nichtregierungsorganisationen eingeschüchtert werden. Was den Extremisten Angst macht ist das langfristige Engagement bei der Bildungsarbeit, der Förderung der Menschenrechte und der Demokratie und bei der Emanzipation benachteiligter Bevölkerungsschichten. Die kostbare Arbeit der verschiedenen Organismen in der Zivilgesellschaft und deren unterschiedsloses Engagement, ist für sie eine Gefahr, die bekämpft werden muss.“
„Es gibt verschiedene extremistische islamische Gruppen, die Kampagnen auf den Weg bringen und Attentate planen“, so Jacob besorgt, „Unsere Arbeit ist ziemlich gefährlich geworden. Wir bitten um die Unterstützung der Behörden beim Kampf gegen den Extremismus.“
„Es ist von wesentlicher Bedeutung, dass die Regierung und die Zivilgesellschaft im Bereich der Bildungspolitik und bei der Öffentlichkeitsarbeit zusammenarbeiten, damit man der Ideologie der Extremisten den Wind aus den Segeln nimmt“, so Peter Jacob abschließend, „Auf der anderen Seite müssen aber auch die Sicherheitskräfte diejenigen schützen, die sich für die Menschenrechte einsetzen: den dieses Engagement ist für das ganze Land nützlich“. (PA) (Fidesdienst, 12/03/2010)
VATIKAN - Papst Benedikt erinnert Muhammed Sayyed Tantawi als „wertvollen Partner im Dialog ...
Vatikanstadt (Fidesdienst) – Der Großimam und Scheich der Al-Azahr-Universität, Muhammad Sayyed Tantawi, „war lange Jahre ein wertvoller Partner im Dialog zwischen Muslimen und Katholiken“: mit diesen Worten erinnert Papst Benedikt XVI. an den im Alter von 81 Jahren verstorbenen Islamgelehrten und Großscheich in einem von Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone unterzeichneten Beileidsschreiben an Scheich Muhammad Abd al-Aziz Wasil. Der Papst bringt darin der Gemeinschaft der Al-Azahr-Universität und den Angehörigen des Verstorbenen sein tiefes Beileid aus und erinnert mit Dankbarkeit an den Beitrag des Scheichs bei der Begegnung zwischen dem Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog und dem ständigen Ausschuss der Al-Azhar-Universität für den Dialog. (SL) (Fidesdienst, 12/03/2010)
EUROPA/ITALIEN - Jugendwallfahrt nach Guatemala und El Salvador
Rom (Fidesdienst) – Von 12. bis 27. März werden 20 Jugendliche aus verschiedenen Missionsgruppen den Spuren derer folgen, die nach dem Beispiel Jesu ihr eigenes leben der Gerechtigkeit, dem Frieden und der Freiheit gewidmet haben. Die Jungendgruppen der Päpstlichen Missionswerke (Missio) in Italien veranstaltet eine Wallfahrt, die die Jugendlichen in zwei lateinamerikanische Länder führt. Erstes Ziel ist Guatemala mit seinen vielen oft unbekannten Märtyrern, die die Geschichte des Christentums unter diesem Volk geschrieben haben, wo die Jugendlichen mit Missionaren und Zeitzeugen sprechen werden, die sich heute noch im ganze Land für den Glauben einsetzen und am Aufbau einer freien Gesellschaft mitwirken. Die zweite Etappe führt die Jugendlichen nach El Salvador, die Heimat von Erzbischof Romero, dessen 30. Todestag am kommenden 24. März stattfindet. Dort werden sie des ermordeten Erzbischofs gedenken, der Hirte, Prophet und Märtyrer des Volkes war und an einem Gedenkfeiern am 24. März teilnehmen und den Ort seines Martyriums besuchen. (SL) (Fidesdienst, 12/03/2010)
AFRIKA/NIGERIA - „Wir bitten die Studenten, sich offen und großzügig für das Missionsapostolat ...
Benin City (Fidesdienst) – Am Ende ihrer Versammlung in der Kathedrale vom Heiligen Kreuz in Benin City (3. bis 5. März) veröffentlichten die Katholischen Studenten in Nigeria (YCSN) ein Schlussdokument, das dem Fidesdienst vorliegt. Darin werden die Jugendlichen auch zur aktiven Teilnahme an der Mission angeregt. An der ersten Versammlung der Organisation im Jahr 2010 nahmen Koordinatoren, Kapläne und Vertreter des Sekretariats des YCSN teil, die sich mit wichtigen Fragen im Hinblick auf den Staat, die Kirche und die Universität befassten.
Das Dokument ruft die Jugendlichen auf, dafür zu beten, dass „die Ereignisse im Land in einem helleren Licht und unter der göttlichen Leitung betrachtet werden“. Außerdem sollen sich die Studenten „aktiv für den Frieden und die Versöhnung“ einsetzen und alles ablehnen, was der demokratischen Entwicklung und dem Fortschritt im Land hinderlich ist. In diesem Zusammenhang werden die Studenten auch zum Mitwirken an der Mission aufgefordert: „Die Kirche ist ihrem Wesen nach missionarisch. Und der Papst hat wiederholt immer wieder, dass keine Einzelperson und kein Organisation der Kirche sich dieser Pflicht entledigen kann. Demzufolge haben wir mit Blick auf die Feiern zum Sonntag der Weltmission beschlossen, einen Solidaritätsfonds einzurichten, zu dem Universitätsstudenten und junge Katholiken beitragen, die die Mission unterstützen wollen. Wir bitten die Studenten sich offen und großzügig für das weltweite Missionsapostolat der Kirche zu engagieren. Mit einem Zitat von Johannes Paul II. sagen wir: niemand ist so arm, dass er nicht auch etwas geben kann“.
Das Dokument lädt auch zur Teilnahme an der Feier des Nationalen Jugendtags vom 14. bis 17. April 2010 in Abuja ein: „Es handelt sich um eine Feier unseres Glaubens“ und „es geht um die Solidarität mit dem Stuhl Petri“. Die Veranstaltung diene auch der Vorbereitung auf den Weltjugendtag mit dem Papst in Madrid im kommenden Jahr.
Die Autoren bekräftigen die enge Zusammenarbeit des YCSN mit den anderen Laienvereinigungen der Kirche und wünschen sich auch engere Beziehungen zu nichtkatholischen Jugendorganisationen wie die Christian Association of Nigeria (YOWICAN), den Interreligiösen Rat in Nigeria (NIREC) und dem Nationalrat der Jugendlichen in Nigeria (NYCN).
Das Dokument endet mit dem Gebet zur Gottesmutter Maria, Apostelkönigin und Stern der Evangelisierung, damit sie uns „dazu anregt, die Mission der Kirche fortzusetzen und zu fördern“. (SL) (Fidesdienst, 12/03/2010)
OZEANIEN/AUSTRALIEN - Pro-life-Initiative während der Fastenzeit: 40tägiges Sit-in gegen ...
Sydney (Fidesdienst) – Priester, Ordensschwestern, Laien und Aktivisten nehmen an einer Demonstration teil, mit der sie vor einer Abtreibungs-Klinik in Sydney gegen Abtreibungen protestieren. Unter dem Motto „40 Tage für das Leben“ haben sie sich seit 20 Tagen zu einem Sit-in versammelt, wo sie gemeinsam beten, fasten und mit Spruchbändern, Slogans und Informationsmaterial für die Pro-life-Bewegung eintreten. Wie die australische Ortskirche berichtet, werden die Demonstranten die ganze Fastenzeit über – insgesamt 40 Tage – vor der „Proterm Abortion Clinic“ auf den Surry Hills in Sydney gegen Abtreibungen demonstrieren.
„Wir können nicht sagen, ob die Zahl der Abtreibungen bereits zurückgegangen ist“, so die Aktivisten, „doch es kommen weniger Leute in die Klinik. Und man denkt in der Öffentlichkeit mehr über die schmerzliche Entscheidung für eine Abtreibung nach“.
Die Kampagne wurde von engagieren Laien aus der Erzdiözese Sydney zur Beginn der Fastenzeit auf den Weg gebracht und mit einem Gottesdienst eröffnet. Bisher nahmen bereits 300 Freiwillige an der Initiative teil, mit der man „die Öffentlichkeit aufmerksam machen und die Zahl der Abtreibungen in Australien reduzieren möchte“.
Die Abtreibungsgesetze sind in den verschiedenen Staaten Australiens nicht einheitlich. Während der vergangenen fünf Jahre wurden nach Schätzungen insgesamt rund 70.000 Abtreibungen pro Jahr vorgenommen, während zwischen 250.000 und 280.000 Geburten registriert wurden. (PA) (Fidesdienst, 12/03/2010)
AMERIKA/VEREINIGTE STAATEN - Gemeinsam für die Mission Ad gentes: Versammlung der ...
Orlando (Fidesdienst) – Die Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke in Amerika (Nord- Mittel- und Südamerika) tagen vom 15. bis 21. März in Orlando (USA). Im Rahmen ihrer Jahresversammlung werden sie gemeinsame Strategien bei der Mission ad gentes abstimmen. Wie der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in den Vereinigen Staaten, Prälat John E. Kozar, betont wollen die Nationaldirektoren „durch die Zusammenarbeit bei der Mission auch die Vision von Papst Johannes Paul II. umsetzen, der Amerika als eine einzige Einheit betrachtete“.
Msgr. Kozar, der dieses Mal Gastgeber der Veranstaltung ist, teilt mit, dass insgesamt 23 Länder vertreten sein werden. „Wir werden die die missionarischen Erfordernisse in einigen amerikanischen Ortskirchen analysieren aber vor allem auch die Antworten dieser Kirchen prüfen und die Art und Weise der Zusammenarbeit bei der Mission ad gentes“. An der Versammlung wird auch der Generalsekretär des Päpstlichen Werks für die Glaubensverbreitung, P. Timothy Lehane, SVD, teilnehmen.
Auf der Tagesordnung stehen: Die Aufarbeitung des dritten Amerikanischen Missionskongresses (CAM 3) in Quito (Ecuador); die Planung des CAM 4 im Jahr 2012 in Maracaiba (Venezuela); das Jahr der Gründerin des Päpstlichen Werkes für die Glaubensverbreitung, Pauline Jaricot; der Austausch über die Erfahrungen bei der missionarischen Tätigkeit in den verschiedenen Ländern.
Der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Bolivien, P. Eugenio Scarpellini, wird über die missionarische Tätigkeit in Bolivien und die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in den verschiedenen Diözesen berichten. „Wir wollen uns über unsere Zukunftsperspektiven austauschen“, so P. Scarpellini in einer Mitteilung an den Fidesdienst, „damit wir in Zusammenarbeit mit anderen Sektoren der Gesellschaft möglichst viele Menschen erreichten und dabei auch über die Zusammenarbeit der Päpstlichen Missionswerke mit der Bolivianischen Bischofskonferenz sprechen, die sich gemeinsam in den Dienst der Kontinentalen Mission stellen.“ (CE) (Fidesdienst, 12/03/2010)
ASIEN/PHILIPPINEN - Missionare fordern mehr Engagement für Umweltschutz mit Blick auf die ...
Manila (Fidesdienst) – Ein Forum, dem Missionare, christliche Gemeinden, Nichtregierungsorganisationen und Umweltschützer angehören, will die Insel philippinische Palawan, die zu den schönsten des Archipels gehört, vor der Zerstörung retten. Wie engagierte Missionare dem Fidesdienst berichten, besteht die Gefahr, dass die Natur auf der Insel im südchinesischen Mehr durch den Bau von Bergwerken und die von der Zentralregierung genehmigte intensiven Landwirtschaft zur Produktion von Biotreibstoff zerstört wird.
Palawan gehört mit seiner intakten Natur und einem seltenen Ökosystem zu den letzten irdischen Paradiesen und wird von zahlreichen eingeborenen Völkern, darunter Tagbanua, Plawanon, Tau’t Bato, Molbog, Batak bewohnt, die in kleinen Dörfern in den Bergen oder an der Küste wohnen und ihren Lebensunterhalt mit Fischfang und Landwirtschaft sichern. Auf der Insel gibt es keinen Massentourismus, was verhinderte, weshalb bisher auch keine Fremdenverkehrsanlagen gebaut wurden: Palawan gehört zum Programm der UNESCO „für den Schutz des Menschen und der Biosphäre“.
„Heute ist die Insel gefährdet“, so die Missionare, die eine Petition mit dem Titel „Wir wollen Palawan retten“ unterzeichneten, zum Fidesdienst. „Gefährdet sind das Leben und die Würde der Einheimischen und der die Bewahrung der Schöpfung“ mit Blick auf den Bau von Straßen und Infrastrukturen für die von den multinationalen Unternehmen „MacroAsia“ und „Celestial“ geplanten Bergwerke.
Mit Genehmigung der Regierung in Manila hat „MacroAsia“ einen Anspruch auf das Land, das nach dem Konzept der „ancestral domain“ den Eingeborenen gehören sollte, deren Überleben und das des Ökosystems durch den geplanten Bau der Anlagen gefährdet würde.
Pläne der Provinzregierung in Palawan sehen vor, dass künftig ein intensiver Anbau von Palmen für die Produktion von Biotreibstoff stattfinden soll: auch dies würde die biologische Vielfalt der Insel gefährden und die bisherigen Anbaumethoden der einheimischen Bevölkerung gefährden.
„Wir fordern von der Regierung die Abschaffung des „Mining Act“ des Jahres 1995, der für viele eingeborene Völker auf den Philippinen verheerende Folgen hat“, heißt es in der Petition, die auch von zahlreichen Missionaren unterzeichnet wurde. (PA) (Fidesdienst, 12/03/2010)
AMERIKA/EL SALVDOR - Kongress proklamiert den 24. ...
San Salvador (Fidesdienst) – Mit 56 Ja-Stimmen billigte das Parlament mit seinen insgesamt 84 Abgeordneten ein Dekret, dass den 24. März zum „Nationalen Gedenktag für Erzbischof Arnulfo Romero y Galdamez“ erklärt. Im Rahmen der Feiern zum 30. Todestag des Erzbischofs wurde das Dekret am 23. Februar 2010 von einer Kommission unter Leitung von Pater Ricardo Urioste von der Stiftung Romero angeregt. Erzbischof Romero wurde am 234. März 1980 von einem Mord-Kommando getötet.
Die Billigung des Gedenktags für Erzbischof Romero wurde bereits am 5. März beim Gebetstag zum Internationalen Tag der Frau bekannt gegeben, was zu unterschiedlichen Reaktionen führte: während die Freude in der Kirche und unter den Gläubigen groß war, widmeten die Medien der Nachricht kaum Interesse.
Der wichtigste Vertreter der neuen Partei „Großes Nationales Bündnis“ (GANA) und ehemaliges Mitglied der Republikanischen Nationalistischen Allianz (ARENA), Guillermo Gallegos, erklärte unterdessen, er habe für das Dekret gestimmt, da das Leben und das Werk des Bischofs über die Landesgrenzen hinausgeht und Zeichen hinterlassen habe. Heute gehe es vor allem um Versöhnung im Land.
Am 30. Jahrestag des Mordes an Erzbischof Romero finden in ganz El Salvador eine Reihe von Veranstaltungen statt: darunter Gebetswachen, Gedenkmärsche und Gottesdienste. Am 20. März zelebrieren der Erzbischof von Guatemala, Kardinal Rodolfo Quezado Toruno und Erzbischof José Luis Escobar Alas, einen gemeinsamen Gottesdienst. Ein weiterer Gottesdienst findet mit dem emeritierten Bischof von San Cristobal de las Casas (Chiapas, Mexiko) statt. (CE) (Fidesdienst 12/03/2010)
ASIEN/PAKISTAN - Christen beten für die Opfer des Attentats auf die Nichtregierungsorganisation ...
Lahore (Fidesdienst) – Im Nationalheiligtum der Kathedrale vom Heiligen Herzen beten unzählige Gläubige verschiedener christlicher Konfessionen für die sechs Opfer des jüngsten Überfalls auf die christliche Nichtregierungsorganisation „World Vision“, die in Pakistan zahlreiche Projekte im Bereich des Bildungswesens und der Entwicklungshilfe insbesondere zugunsten von Kindern unterstützt.
Am 10. März hatte ein bewaffnetes Kommando zunächst einen Bombenanschlag und danach mit einem bewaffneten Angriff auf die Büros der Nichtregierungsorganisation im Verwaltungsdistrikt Mansehra in der Nordwestlichen Grenzprovinz verübt. Bei dem Attentat waren sechs pakistanische Mitarbeiter ums Leben gekommen, mindestens weitere sieben wurden verletzt.
Unter den Christen in Pakistan herrscht nach dem Terrorangriff große Bestürzung, vor allem, weil „Nichtregierungsorganisationen wie World Vision dazu beitragen, die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Bevölkerung zu verbessern und dabei keine Unterschiede machen“, so Beobachter aus kirchlichen Kreisen in Pakistan zum Fidesdienst.
Das Heiligtum vom Heiligen Herzen in Lahore ist für die pakistanischen Gläubigen ein wichtiger Bezugspunkt und ein Ort, „zu dem die Gläubigen vor allem in der Fastenzeit pilgern, um gute Werke zu tun und zum Beispiel das ‚Haus der Liebe’ für Waisenkinder der Schwestern von der Nächstenliebe oder andere kirchliche Einrichtungen zu unterstützen“, so der Rektor der Basilika, P. Andrew Nisari.
In diesen Tagen betet man dort vor allem auch für die Opfer des Terrorismus und es werden Spenden für die Familien der sechs Opfer gesammelt.
Nichtregierungsorganisationen und Vereine, die sich in Pakistan für den Schutz der Menschenrechte religiöser Minderheiten einsetzen, arbeiten heute unter schwierigen Bedingungen: viele fühlen sich in Gefahr und befürchten extremistische Übergriffe.
Verschiedene Nichtregierungsorganisationen erinnern in diesem Zusammenhang daran, dass 2009 für die Christen in Pakistan ein „schwarzes Jahr“ war: über 130 christliche Gläubige starben im Zusammenhang mit Attentaten, Festnahmen, Misshandlungen und Folter. Nach den ersten Monaten des Jahres zu beurteilen, sind die Aussichten für 2010 nicht viel besser. (PA) (Fidesdienst, 11/03/2010)