Son 5 juli 2009
             

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ASIEN/TAIWAN - Sommer-Fortbildungskurs für Priester im Rahmen des Priesterjahres geplant
Taipeh (Fidesdienst) – „Wir wollen die Theologie und die Pastoral des Weihesakraments im Licht der Offenbarung Christi (Heilige Schrift und Überlieferung) vertiefen und den Glauben und die Grundlagen der Kirche zum Weihesakrament erörtern“, unter diesem Vorzeichen plant der Ausschuss für den Klerus der Regionalen Bischofskonferenz Taiwan in Zusammenarbeit mit dem Priesterseminar in Taiwan einen Sommer-Fortbildungskurs für die Priester im Rahmen des Priesterjahres. Dies geht aus Informationen hervor, die dem Fidesdienst vorliegen. Dieser Kurs soll „den Priestern, insbesondere den jungen Priestern und den Neugeweihten, dabei helfen, die eigene priesterliche Berufung und die Berufung der Laien noch besser zu erkennen sowie sich mit ihrem eigenen pastoralen Engagement auseinanderzusetzen. Dabei werden wir reflektieren, meditieren, uns austauschen und den Dienst der Liebe umsetzen, damit wir den Anforderungen der Ortskirche in einer der heutigen Zeit gemäßen Weise entsprechen können.“ P. Paul Preaux und P. Francois-Regis werden die spezifischen Themen präsentieren. Die Kommission bittet die Teilnehmer und eine gute Vorbereitung auf der Grundlage der Dokumente: “Decretum De Presbyterorum Ministerio et Vita Presbyterorum Ordinis”, “Pastores dabo vobis”, “The Priest and the Third Christian Millennium”. Wie die Kommission mitteilt wird der Kurs vom 17. bis 28. August in den Räumlichkeiten des Seminars stattfinden. Alle Priester, die in den vergangenen 10 Jahren geweiht wurden, sind gebeten an dem Kurs teilzunehmen, zudem jedoch auch alle anderen Priester sowie einheimische und ausländische Ordensleute eingeladen sind. (NZ) (Fidesdienst, 02/07/2009 – 19 Zeilen, 220 Worte)

EUROPA/ITALIEN - Neuauflage des Buches „Das Jahrhundert des Martyriums“ präsentiert
Rom (Fidesdienst) – Das 20. Jahrhundert war das Jahrhundert der Völkermorde und der totalitären Regime, aber auch der neuen Martyrer und großen Zeugen. Das Geheimnis der Ungleichheit und das Geheimnis der Gleichheit. Dies ist der rote Faden, der sich durch die Neuauflage des Buches „Das Jahrhundert der Märtyrer“ („Il secolo del martirio“) von Andrea Riccardi zieht, das von Kardinal Crescenzio Sepe, von Professor Adriano Roccucci, von dem Schriftsteller Roberto Saviano und dem Autor selbst in der Basilika San Bartolomeo all’Isola präsentiert wurde. Ein sehr symbolträchtiger Ort, denn die Kirche ist allen Märtyrern des 20. Jahrhunderts gewidmet. Der Martyrer legt Zeugnis von seinem Glauben ab. Und dieses Buch ist das einzige, das sich mit denjenigen befasst, die ihre Treue zum Evangelium des Lebens in den vergangenen Jahrzehnten bis zum Äußersten gelebt haben. „Heute“, so Kardinal Sepe, „brauchen wir dringend Ethik und Moral, damit wir die Übel der Gesellschaft bekämpfen und ihr eine solide Grundlage geben können“. Die Martyrer sind eine laute Stimme, ein Zeichen, eine Provokation für alle Menschen. Ihr Leben ist ein Leben, das in seiner ganzen Fülle gelebt wurde, das Leben schenkt, das Leben hervorbringt. „Gerade deshalb“, so der Kardinal weiter, „brauchen wir Menschen, die mit dem eigenen Leben die wahren Werte der Menschheit zeigen“. „Die Verbindung zwischen krieg, Verfolgung und Gewalt war offensichtlich“, so Professor Roccucci, „vor allem in der sowjetischen Gesellschaft, die beispielhaft war, was die Planung des totalen Verschlusses gegenüber Gott und den geistlichen Werten anbelangt. Der Kampf gegen den Glauben hat der Gewalt und der Verfolgung den Weg geebnet“. Das Buch erzählt vom Leben, von den Erfahrungen von Männern und Frauen, die die Öffnung gegenüber Gott, das Vertrauen auf Gott für das Wohl und das Heil der Welt am eigenen Leib erfahren haben. (MT) (Fidesdienst, 02/07/2009 – 26 Zeilen, 296 Worte)

ASIA/MYANMAR - Rektor des Großen Theologischen Seminars “St. Joseph” in Yangon ernannt
Vatikanstadt (Fidesdienst) – Kard. Ivan Dias, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, hat am 17. April 2009 Pfarrer Hyginus Myint Soe aus dem Klerus der Diözese Yangon (Myanmar) zum neuen Rektor des Großen Theologischen Seminars “St. Joseph” in der Erzdiözese Yangon ernannt. Der neue Rektor wurde am 11. Januar 1968 in Shwe Hin Thar Kyune, Nyaungdon, geboren. Nach im Anschluss an die Grundschule und die weiterführende Schule und einem Chemiestudium studierte er Philosophie am Großen Seminar in Pyin Oo Lwin (1989-1991) beendete er das Chemiestudium (1991-1992) und studierte danach Theologie am Großen Seminar in Yangon (1992-1996). Am 19. März 1996 wurde er in der Kathedrale Yangon zum Priester geweiht. Nach der Priesterweihe war er ein Jahr lang Seelsorger am Kleinen Seminar in Bago und setzte danach sein Studium am Institut Catholique de Paris fort (1997-2002), wo er ein Doktorat im Fach Kirchenrecht machte. Seit 2003 unterrichtet er Kirchenrecht und ist Studiendekan am Großen Theologischen Seminars “St. Joseph” in der Erzdiözese Yangon. (S.L.) (Agenzia Fides 2/7/2009; 15 Zeilen; 197 Worte)

VATIKAN - Die Katechese des Papstes zum Priesterjahr: „Wenn man das ‚Wortpaar’ Weihe-Sendung ...
Vatikanstadt (Fidesdienst) – „Als kostbares Erbe des Paulusjahres können wir die Aufforderung des Apostels betrachten, das Wissen um das Geheimnis Christi zu vertiefen, damit er Herz und Mittelpunkt unseres persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens ist. Dies ist in der Tat die unverzichtbare Voraussetzung für die wahre geistliche und kirchliche Erneuerung“, so Papst Benedikt XVI. zu Beginn seiner Katechese bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz am Mittwoch, den 1. Juli, die er dem vor kurzem begonnenen Priesterjahr widmete. Der Papst wünschte sich, dass dieses Jahr „für jeden Priester Gelegenheit zur inneren Erneuerung sein möge und damit auch der soliden Stärkung beim Einsatz für die eigene Sendung“. „Wie während des Paulusjahres unser konstanter Bezugspunkt der heiligen Paulus war“, so Papst Benedikt XVI. „so werden wir in den kommenden Monaten vor allem auf den heiligen Jean Marie Vianney, den heiligen Pfarrer von Ars blicken, dessen 150. Todestages wir gedenken. In dem Brief, den ich aus diesem Anlass an alle Priester geschrieben habe, wollte ich besonders das hervorheben, was das Leben dieses demütigen Dieners des Altars besonders kennzeichnet: ‚die völlige Identifizierung mit der eigenen Aufgab“. In der Katechese in deutscher Sprache sagte Papst Benedikt XVI, „Das Priesterjahr, das wir bis zum Juni des nächsten Jahres begehen, lädt uns ein, intensiver über die Sendung des Priesters in der Kirche nachzudenken.“, so der Papst, „Christus ist die Mitte unseres Daseins. Dies gilt in besonderer Weise für die Priester. Ihre Identität und Sendung gründen in der Gemeinschaft mit Christus, in den sie sich fortschreitend hineinversetzen und mit dem sie immer mehr eins werden sollen. Die Sendung der Priester hängt vom Bewusstsein dieser sakramentalen Wirklichkeit des neuen Seins in Christus ab. Ihre Identität ist ein göttliches Geschenk, eine empfangene Aufgabe.“ „Durch die Gnade der Weihe werden die Priester zu bleibenden Zeugen ihrer Begegnung mit Christus, den sie durch die Verkündigung des Wortes Gottes und in der Spendung der Sakramente zu den Menschen bringen“, so Papst Benedikt XVI. weiter. „So sind Wort und Sakrament, Verkündigung und Gottesdienst die beiden Grundsäulen des priesterlichen Dienstes. Wenn die Priester das Evangelium verkünden, wird in den Menschen der Glaube geboren, durch den diese mit Christus verbunden werden und ihr Leben mit dem Opfer Christi vereinen. So bilden auch das Sakrament des Altares, der Gottesdienst, und das Sakrament der Armen, das heißt die tätige Nächstenliebe, zwei Aspekte desselben Dienstes.“ „In diesem Priesterjahr wollen wir daher Gott für das Geschenk und den Dienst der Priester in der Kirche danken. Dabei wollen wir die verschiedenen Gebetsinitiativen, vor allem die eucharistische Anbetung, für die Heiligung der Priester und für die Berufungen verstärken. Das Gebet ist nämlich die erste Aufgabe als echte Berufungspastoral.“, so der Papst abschließend. Am Ende seiner Katechese betonte Papst Benedikt XVI.: „Wenn man das ‚Wortpaar’ Weihe-Sendung nicht in Betracht zieht, dann ist es wirklich sehr schwer, die Identität des Priesters und seines Amtes in der Kirche zu verstehen., Denn wer ist der Priester, wenn nicht ein Mann, der vom Geist bekehrt und erneuert wurde, der aus der persönliche Beziehung zu Christus lebt und sich die Kriterien des Evangelium stets zu eigen macht? Wer ist der Priester, wenn nicht ein Mann der Einheit und der Wahrheit, der sich der eigenen Grenzen bewusst ist und gleichsam der außerordentlichen Größe der empfangenen Berufung, d.h. der Berufung an der Verbreitung des Reiches Gottes bis an die äußersten Enden der Erde mitzuwirken? Ja! Der Priester ist ein Mann der ganz dem Herrn gehört, denn es ist Gott selbst der in ruft und ihn in seinen apostolischen Dienst “ einsetzt. Und da er ganz dem Herrn gehört, gehört er auch ganze den Menschen, er lebt für die Menschen“. In seinen Grüßen in italienischer Sprache wandte sich der Papst vor allem an die Mitglieder des Instituts „Cristo Redentore – Missionari Identes’, die ihr 50jähriges Gründungsjubiläum feiern: „Ich betet dafür, dass sie weiterhin großherzig Jesus Christus, den Erlöser der Welt verkünden werden“. Sodann dankte er der Beratungsstelle gegen den Wucher „Consulta Nazionale Antiusura“ „für ihre wichtige und geschätzte Arbeit bei der Unterstützung der Opfer dieses sozialen Übels“. In seinem Grußwort an den parlamentarischen Verein „Cultori dell Etica“ betonte der Papst die „Bedeutung ethischer und moralischer Werte in der Politik“. (SL) (Fidesdienst, 02/07/2009 – 55 Zeilen, 717 Worte)

ASIEN/CHINA - Der Abschluss des Paulusjahres ist ein “neuer missionarischer Anfang” im Rahmen ...
Rom( Fidesdienst) – Der Dank für den Erfolg der Evangelisierung während des Paulusjahres und die Aufnahme des Priesterjahres gemäß den Vorgaben von Papst Benedikt XVI. in Gemeinschaft mit der Weltkirche, haben die feierliche Zelebrierung des Tages der Heiligen Petrus und Paulus am 29. Juni (obwohl dies ein Arbeitstag war) in den verschiedenen katholischen Gemeinden des Kontinents gekennzeichnet. Nach Informationen, die Fides zugeschickt wurden, ist der Abschluss des Paulusjahres zu einer art “missionarischem Neuanfang” im Bereich des Priesterjahres geworden. In der Kathedrale der Diözese von Jin Zhong fand eine beeindruckende Liturgiefeier statt. Sieben Priester haben Gaben zum Altar gebracht, als Symbol für ihre besondere Hingabe an den Herrn im Priesterjahr. Sie haben auch ihr Gelübde erneuert indem sie ihre Treue und ihre Bereitschaft das Kreuz und die Schafe auf ihren Schultern zu tragen bestätigt und für alle ihre Priesterbrüder, angefangen bei dem Heiligen Vater Benedikt XVI. gebetet haben. Während des den Heiligen Petrus und Pauls gewidmeten Seminars haben sie die Verlesung des Papstbriefes an die Priester durch einen ausländischen Priester angehört. Der Bischof hat jedem Priester eine Kopie auf Chinesisch der Schriften vom Hl. Johannes Maria Vianney geschenkt. Die Kathedrale der Diözese von Wen Zhou in der Provinz Zhe Jian, die eben den Heiligen Petrus und Paulus gewidmet ist, konnte über die brillanten Ergebnisse des Paulsjahres froh sein. Nach der feierlichen Eucharistie gab der Kanzler Don Chen Shi Yu einen abschließenden Bericht: “Es wurden während des Paulusjahres 1.663 Taufen und 1.055 Firmungen vorgenommen. Darüber hinaus sind ca. 40 Basiskirchengemeinden entstanden. Die Gemeinden haben über 120 Veranstaltungen zu Paulus-Themen veranstaltet. Dank dem Herrn und dem Heiligen Paulus, die es uns ermöglicht haben, um nun mit Begeisterung und vertieftem Glauben ins Priesterjahr zu gehen. Die Gebetsgruppe, die karitative Arbeit, die digitale Archivierung des Diözesanarchivs, die Alphabetisierung der Heiligen Schrift, sowie die neuen Entdeckungen der Missionsmethode und die vermehrte Bedeutung der Kirchenmusik für die Evangelisierung, die wir insbesondere während des Paulsjahres vorangetrieben haben, werden uns auch weiterhin bei der Mission im Priesterjahr helfen.” Mehr als 1000 Gläubige haben am 29. Juni an der Feier in der Kathedrale der Diözese Tai Yuan teilgenommen. Auch hier wurde besonderer dank ausgesprochen für die Bilanz des Paulusjahres, das sich durch mehr als 30 “Paulus-Aktivitäten” ausgezeichnet hat. Der 87jährige Priester Don Li Chon De ist ein Vorbild, das vom Diözesanvikar hervorgehoben wurde: “ohne auf sein Alter zu achten v ermittelt er das Evangelium überall und führt in jedem Jahr mehr als 100 Menschen zur Taufe.” In der Gemeinde Fu Feng Ying in der Diözese Zhou Zhi haben insbesondere die Bischöfe und Gläubigen, die die Namen Peter oder Paul tragen, während einer feierlichen Eucharistie für alle Priester gebetet. Sie haben damit außerdem die Kontinuität der Evangelisierung gemäß dem paulinischen Geist bekräftigt. Nach Eucharistie und Anbetung haben die Gläubigen gemeinsam den Pastoralbrief des Bischofs zum Priesterjahr studiert. Die Kathedrale der Diözese Bao Ding hat ihre Schutzpatronen Petrus und Paulus ebenso wie den Abschluss des Paulusjahres und den Beginn des Priesterjahres am Tag der Heiligen gefeiert. Mehr als 400 Gläubige haben an der feierlichen Eucharistieprozession teilgenommen. Mehrere Diözesen haben den 29. Juni mit ganz konkreten karitativen Initiativen gefeiert: z. B. haben die Gemeinden der Diözese Chang Sha eine Blutspendeaktion einberufen, und die Gemeinde von Lou Fan in der Diözese Tai Yuan hat für alle, die ärztliche Hilfe brauchten, kostenlose Untersuchungen organisiert. (NZ) (Fidesdienst 1/7/2009)

AFRIKA/KAMERUN - “Nein zur Legalisierung der Abtreibung” sagen die Bischöfe Kameruns, wo das ...
Yaoundé ( Fidesdienst)- Ja zum Schutz der Frau vor Gewalt und Diskriminierung jeder Art; Nein zur Legalisierung der Abtreibung. Das bekräftigen die Bischöfe von Kamerun in einer dem Fidesdienst übersandten Erklärung zur Verabschiedung seitens des kamerunensischen Parlaments eines Gesetzes, mit dem Staatspräsident Paul Biya das sog. “Protokoll von Maputo” unterzeichnen kann. Das “Protokoll der Charta der Rechte der Menschen und der Völker mit Bezug auf die Rechte der Frau” wurde von der zweiten ordentlichen Versammlung der Afrikanischen Union in Maputo (Mozambique) am 11. Juli 2003 verabschiedet. Die katholische Kirche hat ihre gegenteilige Meinung zu Par. c) des Art. 14 ausgedrückt, in dem es heißt, dass die die Rechte der Frau bezüglich der Fortpflanzung geschützt werden, indem man die medizinische Abtreibung bei Vergewaltigung, Inzest genehmigt und wenn durch die Fortsetzung der Schwangerschaft die physische oder geistige Gesundheit der Mutter oder das Leben von Mutter oder Kind gefährdet sind. (s. Fidesdienst 26/1/2006). In ihrem Kommentar zur Annahme des Ratifizierungsgesetzes für das Protokoll von Maputo anerkennen die Bischöfe von Camerun, dass “dieses Gesetz die afrikanische Frau schützen will vor den verschiedenen Arten von physischer Gewalt und vor Diskriminierung”, und es wird hinzugefügt, dass “die Kirche diesen Willen zum Schutz der Frau vor sozialen Ungerechtigkeiten und vor jeder Form von Misshandlung bejaht”. Aber “Art. 14 des Protokolls von Maputo betrifft tatsächlich das werdende Leben und gibt damit der Frau unrechtmäßige Fortpflanzungsrechte. Mit anderen Worten ist dieser Artikel eine offene Tür für die Legalisierung der Abtreibung in Afrika, und wir verurteilen das.” Die Bischöfe stellen fest, dass “dieses Gesetz der Gesetzsprechung Kameruns widerspricht, die sich gegen die Abtreibung und ihre Legalisierung wendet” und sie heben hervor, dass “dieses Protokoll seit seiner Verabschiedung in Maputo am 11. Juli 2003 auf heftige Reaktionen seitens der katholischen Kirche gestoßen ist”, und sie erinnern an die rede von Papst Benedikt XVI vom 8. Januar vor dem diplomatischen Corps beim Heiligen Stuhl:” Wie können wir uns nicht Sorgen machen bei den ständigen Angriffen auf das Leben, von seiner Empfängnis bis hin zum natürlichen Tod? Diese Angriffe sparen auch jene Regionen nicht aus, wo die Kultur der Achtung vor dem Leben eine Tradition ist, so wie in Afrika, wo man versucht die Abtreibung durch das Protokoll von Maputo zu banalisieren, ebenso wie durch den Aktionsplan der Gesundheitsminister der Zentralafrikanischen Union, der binnen kurzem dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs vorgelegt werden wird.” Während seines kürzlichen Besuchs in Camerun richtete der Heilige Vater einen Appell an die Ärzte, “das menschliche Leben vom Augenblick seiner Empfängnis an bis zu einem natürlichen Ende zu schützen (Ansprache des Heiligen Benedikt XVI im Zentrum “Kard. Paul Emile Léger – CNRH in Yaounde am 19. März 20009). Die Verteidigung des menschlichen Lebens, heißt es in der Erklärung, ist darüber hinaus Teil der afrikanischen Kultur: “die Gläubigen in unserem Land ebenso wie die wahren Afrikaner betrachten das Leben als heilig und verurteilen all das, was es bedroht. Für sie ist die Abtreibung ein Vergehen. “Aus all diesen Gründen appellieren wir im Namen des Herrn an das Gewissen eines jeden Einzelnen das Leben zu schützen und die Abtreibung aus der Welt zu schaffen, ebenso wie künstliche Empfängnis verhütende Mittel und alle unrechten Dinge, die die Würde der menschlichen Person bedrohen”, schlossen die Bischöfe (L.M.) (Fidesdienst 1/7/2009)

EUROPA/ITALIEN - Die Diakonie des Wortes, der Eucharistie und der Armen: Predigt von Erzbischof ...
Roma (Fidesdienst) - “Der Diakon ist Prophet einer neuen Welt, Überbringer einer Botschaft, die Licht auf alle dringenden Probleme der Gesellschaft wirft. Er ist auch der auch der Hauptmitarbeiter des Priesters bei der Eucharistiefeier. Mögt ihr diese Mission euer ganzes Leben lang leben, mit jener inneren Anbetung und jener Hingabe, die Ausdruck sind einer Seele, die glaubt und die immer auch die herausragende Würde der eigenen Aufgaben beinhaltet.” Dies sind Worte aus der Predigt, die S.E.Mons. Mauro Piacenza, der Sekretär der Kongregation für den Klerus am 30. Jun i 2009 in Rom in der Kapelle des Zentrums für Höhere Studien anlässlich der Weihe von 38 Diakonen der Legionäre Christi hielt (s. Fides 30/6/2009). Es haben ca. 900 Personen teilgenommen: Familienangehörigen und Freunde der neuen Diakone, die Gemeinschaft der Legionäre Christi, die Mitglieder der Bewegung “Regnum Christi”, Priester und Gläubige der Stadt Rom. In seiner Predigt hat Mons. Mauro Piacenza erklärt, dass der Diakon einen dreifachen Dienst erfüllt: Die Diakonie des Wortes, der Eucharistie und der Armen. Der Diakon muss das Evangelium verkünden und dem Priester bei der Erläuterung des Wortes Gottes helfen. Ein Wort, das ewig b leibt und das Herz zu berühren versteht, ohne Zweifel und Zweideutigkeiten, mit einem Geist vollen Vertrauens in das Lehramt der Kirche. Der Erzbischof erklärte, dass dieses Wort nicht beschränkt und angepasst an unsere eigenen Bequemlichkeiten werden darf:” Wir sind es, die wachsen müssen um an das Wort des Herrn heran zu reichen. Ein Wort, das mit seiner Kraft und seiner Reinheit die Kultur der Menschen von heute verändern kann, indem es sie von der verschiedenartigen Sklaverei der Sünde befreit”. Mons. Piacenza hat hinzugefügt, dass “dem Diakon insbesondere die Aufgabe der Caritas anvertraut ist, die ja am Anfang der Institution der Diakonie steht”. Der Diakon ist angehalten auf die Bedürfnisse der Anderen zu achten, der Leiden der Anderen gewahr zu werden und sich den Anderen zum Geschenk zu machen.” Dies – so sagte er – sind die Elemente, die den Jünger Gottes ausmachen, der sich vom Brot der Eucharistie nährt. Die Nächstenliebe darf nicht nur verkündet werden. Sie muss auch praktiziert werden.” Mons. Piacenza sprach in seiner Predigt ferner von der Bedeutung des Zölibats:” Um dieser dreifachen Diakonie treu sein zu können, nehmt ihr, liebe Ordinierte, eine endgültige Position gegenüber Unserem Herrn Jesus Christus ein. Wer von Ihm gerufen wird, kann einzig und allein eine Antwort geben, die das gesamte eigene Wesen umfasst: Seele, Leib, Geist, Herz, Gegenwart und Zukunft. Alles und für immer. Wer in Christus den Mittelpunkt erkannt hat, Grund und Sinn des eigenen Lebens, der kann ihn nur der größten Liebe, deren ein Mensch fähig ist, lieben.” “ Das Zölibat – unterstrich Mons. Piacenza – ist nicht etwas ein Verzicht auf Liebe. Es ist der großherzige Wille alle Herzschläge zu sammeln und sie der Familie der Kirche darzubieten, auf dass sie nach ihrem Ermessen darüber und zum Dienst der Brüder darüber verfüge.” Der Sekretär der Kongregation des Klerus schloss die Predigt, indem er von der Wichtigkeit des Gebets sprach und sich dabei erneut an die Diakone wandte und ihnen liebevoll wünschte:” Möge euer Festhalten an Gott mit euerm Blick und euerm Herzen wahrhaftig die höchste und vollkommenste Tat eurer Sendung sein und die Prioritätenfolge in euerm ganzen Leben bestimmen. Das tägliche Gebet, vor allem vor dem Allerheiligsten, wird euch helfen jeden Tag höher zu steigen und dabei eueren Blick und euer Herz zu klären, damit ihr die Welt mit den Augen Gottes sehen und die Brüder mit Seinem Herzen lieben könnt.” (SL) (Fidesdienst 1/7/200).

VATIKAN - Papst Benedikt empfängt die neuen Erzbischöfe in Audienz: „Im Priesterjahr soll das ...
Vatikanstadt (Fidesdienst) – Am Dienstag, den 30. Juni, empfing Papst Benedikt in der nach Paul VI. benannten Audienzhalle die neuen Erzbischöfe mit ihren Angehörigen und Freunden. Am Tag zuvor hatte er ihnen am Fest der heiligen Peter und Paul das Pallium überreicht. Nachdem er daran erinnerte, dass das Pallium „Symbol der Einheit ist, die die Hirten der Ortskirchen mit dem Petrusnachfolger und Bischof von Rom verbindet“, grüßte der Papst jeden einzelnen der Anwesenden, „die aus allen Kontinenten kommen“, do der Papst, „und damit auf bedeutende Weise das katholische Antlitz der Kirche zeigt, die in der ganzen Welt verbreitet ist.“ Der Papst wandte sich dann an die Erzbischöfe in den verschiedenen Sprachen. Die Italiener Erzbischof Giuseppe Betori von Florenz, Erzbischof Salvatore Pappalardo von Syrakus und Erzbischof Domenico Umberto D’Ambrosio von Lecce, erinnerte der Papst daran, dass „wir am Beginn des Priesterjahres stehen: ihr sollt euch deshalb darum bemühen eifrige und vorbildliche Hirten zu sein, die den Herrn und die eigenen Gemeinden lieben. So werdet ihr die Priester, eure ersten Mitarbeiter im Hirtenamt leiten und sicher stützen, und wirkkräftig an der Verbreitung des Reiches Gottes im geliebten Italien mitwirken“. In französischer Sprache wandte sich der Papst an Erzbischof Ghaleb Moussa Abdalla Bader Algier (Algerien), Erzbischof Pierre-André Fournier von Rimouski (Kanada), Erzbischof Joseph Aké Yapo von Gagnoa (Cote d’Ivoire), Erzbischof Marcel Utembi Tapa Kisangani (Demokratische Republik Kongo) und Erzbischof Philippe Ouédraogo von Ouagadougou (Burkina Faso). “Das Pallium ist ein Zeichen der besonderen Gemeinschaft mit dem Petrusnachfolger – so Papst Benedikt XVI., “Dieses Zeichen soll auch für die Priester und Gläubigen eurer Diözesen ein Aufruf dazu sein die echte Gemeinschaft mit ihren Hirten und unter allen Mitgliedern der Kirche zu konsolidieren“ In englischer Sprache wandte sich der Papst an: Erzbischof Paul Mandale Khumalo von Pretoria (Südafrika); Erzbischof J. Michael Miller von Vancouver (Kanada); Erzbischof Allen Henry Vigneron von Detroit (USA); Erzbischof Anicetus Bongsu Antonius Sinaga von Medan (Indonesien); Erzbischof Philip Naameh von Tamale (Ghana); Erzbischof Timothy Michael Dolan von New York (USA); Erzbischof Vincent Gerard Nichols von Westminster (England); Erzbischof Robert James Carlson von Saint Louis (USA); Erzbischof Francis Xavier Kriengsak Kovithavanij, von Bangkok (Thailand); Erzbischof George Joseph Lucas von Omaha (USA); Erzbischof Gregory Michael Aymond von New Orleans (USA) und Erzbischof Patebendige Don Albert Malcom Ranjith von Colombo (Sri Lanka). Indem er die Verwandten, Freunde und Gläubigen aus den jeweiligen Erzdiözesen grüßte, die nach Rom gekommen waren, um zusammen mit ihnen aus diesem freudigen Anlass zu beten, erinnerte der Papst daran, dass das vom Petrusnachfolger überreichte Pallium “Zeichen der Gemeinschaft im Glauben und in der Liebe und bei der Leitung des Gottesvolkes ist“ und erinnerte die Erzbischöfe daran, dass sie „Hirten nach dem Herzen Jesu sein sollen“ In spanischer Sprache wandte sich der Papst an.: Erzbischof Domingo Díaz Martínez von Tulancingo (Mexiko) ; Erzbischof Manuel Felipe Díaz Sánchez von Calabozo (Venezuela); Erzbischof José Luis Escobar Alas von San Salvador (El Salvador); Erzbischof Carlos Osoro Sierra, von Valencia (Spanien); Erzbischof Víctor Sánchez Espinosa von Puebla de los Ángeles (Mexiko); Erzbischof Carlos Aguiar Retesv von Tlalnepantla (Mexiko); Erzbischof Ismael Rueda Sierra von Bucaramanga (Kolumbien); Erzbischof Braulio Rodríguez Plaza von Toledo (Spanien). Der Papst wies sie darauf hin, dass „die mit schwarzer Seide auf das Pallium gestickte Kreuz, daran erinnert, dass ihr jeden Tag mehr und mehr Jesus Christus gleich werden sollt. Indem ihr seinen spuren des guten Hirten folgt, sollt ihr stets Zeichen der Einheit unter euren Gläubigen sein und eure Verbindung zum Petrusnachfolger stärken und mit den Bischöfen eurer Suffraganbistümer und allen, die an euer Sendung der Evangelisierung mitwirken“ In portugiesischer Sprache grüßte der Papst die neuen Erzbischöfe aus Brasilien: Erzbischof Sérgio da Rocha von Teresina; Erzbischof Maurício Grotto de Camargo von Botucatu; Erzbischof Gil Antônio Moreira von Juiz de Fora; Erzbischof Orani João Tempesta von São Sebastião do Rio de Janeiro. Benedikt XVI. bat sie den Priestern und Gläubigen in ihren Erzdiözesen seine Grüße zu übermitteln “damit sie vereint im Glauben des Petrus zur Evangelisierung der Gesellschaft beitragen mögen”. Mit einem besonderen Gruß wandte sich der Papst an Erzbischof Mieczyslaw Mokrzycki, von Lviv und dankte für den “Dienst in der Kirche, als mein Mitarbeiter und vorher noch meines verehrten Vorgängers Johannes Paul II.“ An den Erzbischof Szczecin-Kamień von Andrzej Dzięga wandte sich Papst Benedikt XVI. in polnischer Sprache und sagte: „Im Priesterjahr soll das Pallium für die Priester Symbol und Herausforderung sein, damit sie die Gemeinschaft mit dem eigenen Hirten, untereinander und mit den Gläubigen suchen“. Abschließend wünschte sich der Papst, dass das Gedenken an die Schutzpatrone Roms jeden einzelnen „zu einer mehr und mehr intensiven Liebe zu Jesus Christus und seiner Kirche“ anspornen möge mit dem Beistand Mariens, Mutter der Kirche, der heiligen Apostel Petrus und Paulus und des heiligen Jean Marie Vianney. (S.L.) (Fidesdienst 1/7/2009; 64 Zeilen, 845 Worte)

VATIKAN - „Ave Maria“ von Mgr. Luciano Alimandi - Der Glaube darf nicht Theorie bleiben
Vatikanstadt (Fidesdienst) – „Er stieg in das Boot und seiner Jünger folgten ihm. Plötzlich brach auf dem See ein gewaltiger Sturm los, sodass das Boot von den Wellen überflutet wurde. Jesus aber schlief. Da traten die Jünger zu ihm und weckten ihn; sie riefen: Herr, rette uns, wir gehen zugrunde! Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein. Die Leute aber staunten und sagten: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar die Winde und der See gehorchen?“ (Mt 8 23-27) Im Evangelium finden wir immer wider den Aufruf Jesu an die Apostel und an die, die ihm folgen wollen, an ihn zu glauben und der Versuchung – der heimtückischsten aller Versuchung für den Gläubigen – an seiner Allmacht zu zweifeln, zu widerstehen. Denn für unseren Glauben an Christus werden wir erlöst, dafür werden wir gerecht (vgl. Röm 3,28) und deshalb ist das Vertrauen so wichtig und von zentraler Bedeutung in der Lehre Jesu: „Und alles, was ihr im Gebet erbittet, werdet ihr erhalten, wenn ihr glaubt“ (Mt 21,22) und man versteht die Frage des Herrn: „Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde (noch) Glauben vorfinden? (Lk 18,8). Theoretisch können wir ganz einfach behaupten, dass wir an den Herrn glauben, dass wir uns dem Plan seiner göttlichen Vorsehung anvertrauen, doch wenn die Dinge in der Praxis nicht so laufen, wie wir uns es vorgestellt, vorgesehen oder geplant hatten, dann ist es nur mögliche, weiter an Jesus zu glauben, wenn man ihm sein ganzes Wesen schenkt. Wie der der Heilige Vater sagt: „der Glaube darf keine Theorie sein: er soll Leben sein“ (Benedikt XVI. Predigt am 29. Juni 2009. Man könnt sagen, dass das Glaubensbekenntnis, des tiefen Glaubens an ihn, wirklich ein solches ist, wenn es die totale Hingabe unserer selbst mit sich bringt: wir müssen uns des eigenen „Ich“ sozusagen „enteignen“ und es Gott schenken, bis die tausend Sorgen des Lebens sich nicht mehr als Hindernis zwischen uns und Ihn stellen. Die Episode der Apostel, die vom Sturm überrascht wurden, und sich in einem Boot befanden, das unterzugehen drohte, ist beispielhaft und von aktueller Bedeutung für unser Glaubensleben. Auf dem „Boot“ erfahren praktisch, dass ihr Leben auf dem Spiel steht, sie befinden sich zwischen Leben und Tod, zwischen Heil und totalem Ruin. Und Jesus schläft! Gerade in dem Moment, in dem sein Eingreifen dringend notwendig ist, geschieht es auf unerklärliche Weise, dass er schläft. Angesichts einer solchen Lage wird der Glaube der Apostel und unser eigener auf eine harte Probe gestellt. Zur Prüfung des Glaubens kommt es dann, wenn wir etwas, an dem uns sehr viel lag, verlieren; wir verlieren plötzlich „den Boden“ unter den Füssen; die Erwartungen werden enttäuscht; die Ereignisse scheinen sich gegen uns zu wenden; wir werden mit Krankheit oder Tod konfrontiert... dies alles zeigt uns unmissverständlich, wenn es geschieht, dass es sich um einen Moment der Prüfung handelt, und dass der Herr in unser Leben „eintritt“ um von uns einen tieferen Glauben zu fordern, indem er auch zu uns sagt: „Sei ohne Furcht, glaube nur!“ (Mk 5,36). Auch wenn er in unseren Augen schläft, ist er dort, mitten in der Prüfung, in unserem Boot, das von den Wellen hin- und hergerissen wird. Diese Wellen sollen uns „hochfahren“ lassen von unserem geringen glauben, der vielleicht schlummert oder Gefahr läuft einzuschlummern. Es ist also nicht Er, der „schläft“, sondern wir, die wir einschlafen, wenn Er uns nicht wach hält! Wenn die Prüfung groß ist, so wie für die Apostel auf dem Boot, dann bietet sich uns nicht nur eine Gelegenheit um zu „prüfen“, ob der Glaube theoretisch oder praktisch ist, sondern wir werden auch mit der Herausforderung eines Glaubens konfrontiert, der nicht von irdischen Resultaten abhängt, sondern in dessen Mittelpunkt der Herr steht. Jener Jesus, der schläft, der nicht für uns eintritt – zumindest haben wir dieses Gefühl im Moment der Prüfung – ist es, der uns herausfordert, im positiven Sinne, einen Glauben zu erlangen, der sich allein aus dem Vertrauen auf seine Liebe speist. In der Tat, nur der „blinde“ Glaube, d.h. die totale Hingabe an Jesus, führt im Leben zu den größten Wundern, die nicht von materieller, sondern von geistlicher Art sind: sie führen in der Seele eine wahre Umkehr herbei, ein Streben nach ewigen, göttlichen Dingen und lassen das Herz in einer gesegneten Gleichgültigkeit gegenüber allem anderen, das hingegen vergänglich ist. Ein solcher glaube ließ die heilige Theresa vom Kinde Jesu ausrufen: Nichts mehr soll mich sorgen, nichts soll mich erschrecken. „Alles vergeht, Gott ändert sich nicht. Geduld kann alles erwirken. Wer Gott hat, dem fehlt nichts. Gott allein genügt“ (vgl. Poesie, 9). „Gott allein genügt“, das können wir behaupten, wenn wir in der Lage sind die Prüfung zu bestehen, indem wir alles von Gott erwarten, ohne ihm nichts vorzuschreiben, ohne ihm etwas vorzuwerfen. Wir müssen ihm die Freiheit lassen zu Handeln wann und wie er will, wenn er es will und mit seinen Zeiten, nicht mit den unseren. Die heilige Theresa von Avila kannte seine „Zeiten“ des göttlichen Handelns und deshalb sagte sie, „Geduld kann alles erwirken“. Wir geben gewisse keine gute Figur ab, wenn wir Jesus plötzlich aufwecken, wie die die Jünger in ihrer Angst, die aus dem Zweifel entstanden war, taten, oder wenn wir ihm vorwerfen, wie dies auch Marta getan hat, die sich um ihn sorgte: „Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen“ (Lk 10,40). Marta wirft Jesus vor, wie auch wir dies gerne tun, dass er ihr nicht hilft, dass er nicht das tut, was sie ihn diesem Moment für richtig hält. Im Priesterjahr, in dem der heilige Pfarrer von Ars allen Priestern als Beispiel dienen soll, kann das Glaubensleben des geweihten Amtes nach dem Vorbild der Heiligen gestärkt werden, angefangen bei dem unübertrefflichen Vorbild Mariens. In dieser Schule lernt man Gott „tun zu lassen“. Ihm nichts voranzustellen, sondern nur nach seinem Willen zu suchen, der oft geheimnisvoll ist, er sich jedoch unfehlbar für uns aller er füllt, die im festen glauben Ihm nichts verweigern und ihm „freie Hand“ lassen. Sind wir geläutert durch das Sakrament der Versöhnung und der Eucharistie, eines Lebens des Gebets und der Liebe, dann kann der Herr so tun, wie er will. Wir sollten alles dafür tun, dass wir stets ganz ehrlich sagen können: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, prüfe mich und erkenne mein Denken! (Ps 138,23) (Fidesdienst, 01/07/2009 – 76 Zeilen, 1.072 Worte)

AFRIKA/COTE D’IVOIRE - Bischof von Abengourou ernannt
Vatikanstadt (Fidesdienst) – Papst Benedikt XVI. hat am 1. Juli 2009 den bisherigen Generalvikar der Erzdiözese Abidjan. Gbaya Boniface Ziri zum neuen Bischof von Abengourou (Cote d’Ivoire) ernannt Gbaya Boniface Ziri wurde am 31. Dezember 1949 in Gagnola geboren. Nach Abschluss der philosophischen und theologischen Studien am Großen Seminar in Anyama wurde er am 6. Juni 1976 zum Priester geweiht. Nach seiner Priesterweihe hatte er folgende Ämter inne: 1976-1994: Mitglied der Gesellschaft Jesu; 1980-1984: Lizenz in sozialer und politischer Moraltheologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana; 1984-1989: Doktorat im Fach Soziologie an der Sorbonne. Außerdem, maîtrise in politischer Philosophie; 1989-1992: Dozent am Institut für Höhere Studien der Jesuiten I.N.A.D.E.S.; 1992-2004: Berater des Instituts der Schwestern von Notre Dame de l’Incarnation; 1994: Er verlässt die Gesellschaft Jesu und wird als Weltpriester in die Erzdiözese Abidjan inkardiniert; seit 1994-bis heute: Generalvikar der Erzdiözese Abidjan; seit 2006 bis heute: Pfarrer der Pfarrei Saint Jacques des Plateaux. Außerdem Kaplan der Union des Klerus von Cote d’Ivoire. Die Diözese Abengourou wurde 1963 errichtet und der Erzdiözese Bouaké als Suffraganbistum unterstellt. Sie hat eine Ausdehnung von 18.214 qkm und etwa 1.000.000 Einwohner (312.000 Katholiken). Es gibt 29 Pfarreien, 67 Priester (63 Welt- und 4 Fidei Donum-Priester), 15 Laienbrüder, 45 Seminaristen und 25 Ordensschwestern. (S.L.) (Fidesdienst 1/7/2009; Zeilen 17, Worte 214)